Widerstand bei geregelten Boxen

  • mir fällt immer wieder auf, dass leute einen bestimmten widerstand erreichen wollen. das macht bei mech-mods durchaus sinn, aber beim geregelten dampfen erschliesst sich mir der grund dafür nicht.


    die für mich einzig wichtige grösse ist die masse der coil. da gibt's keine formel dafür, nur Erfahrung. so dampfe ich eine coil mit 2 x 0,25 kernen nicht mit 100 watt. ebenso machen 2 x 0,4 kerne keinen sinn mit 15 watt. entsprechend wähle ich die Coils für den verdampfer aus.


    also, warum besteht ihr auf einen bestimmten ohm-wert?

  • Meine Antwort im Ursprungsthread war:


    Zitat

    Ich mach es weil ich mir einbilde damit meine Ansprüche an den Geschmack, Dampfmenge, Dampftemperatur und an die Haltbarkeit der Akkus so am besten hinbekomme.


    Wenn ich jetzt z.B, eine 0.2 Ohm Wicklung oder eine 2 Ohm Wicklung verwende merke ich das auf einem geregelten AT schon.


    Aber nun beginne ich zu verstehen was Du meinst. Der Ohm -Wert gibt mir jedoch einfach eine Referenz. Wie Du siehst bin ich jetzt aber etwas unsicher geworden.


    Soll ich zur Bestimmung der richtigen Coil für mich nun die Feinwaage hervorholen und nach Gewicht gehen? Das ist glaube ich nicht der richtige weg und merke grade dass ich hier noch lernpotenzial habe. Menno, schon wieder ne Baustelle ;-)

  • Der Ohmwert gibt die Spannung aus. Je nachdem kommt man da schnell mal 20-30 Ampere und sollte somit auch die Akkusicherheit und die Belastung des Mods prüfen bevor man das anschaltet.


    Man kann leichter zwischen mech und geregelt wechseln wenn man alle gleich baut.


    Auch zum testen praktisch.


    Oberfläche wäre die Mantelfläche eines Zylinder auch die kannst berechnen.


    Die Menge an Dampf macht jedoch die Lunge.

  • ich verwende ja meist vorgefertigte coils, daher hab ich da in der regel auch immer die gleichen wiederstände.


    aber ich gehe immer nach Taste, ich dampf so ein paar züge und regle dann nach, je nachdem ob mir das anfeuern schnell und warm genug ist oder nicht.
    kann so also auch mal passieren, dass ich eine coil mit 0.5ohm mit 5V andampfe und dann runter oder rauf regle

  • aber ich gehe immer nach Taste, ich dampf so ein paar züge und regle dann nach, je nachdem ob mir das anfeuern schnell und warm genug ist oder nicht.
    kann so also auch mal passieren, dass ich eine coil mit 0.5ohm mit 5V andampfe und dann runter oder rauf regle


    das kann ich nachvollziehen. was ich aber meine ist, dass viele sagen "ich hätte gerne eine coil mit XX ohm". die ohm-zahl alleine sagt weder etwas über das anspringverhalten noch in welchem leistungsbereich man sie sinnigerweise dampfen kann.

  • Der Ohmwert spiegelt einen Koeffizient welcher Watt/mm2 heisst.
    Das ist die Hitze des Coils welche danach den Geschmack liefert. Daher ist der Ohmwert schon eine gute Sache wenn man seinen Sweetspot hat.
    Der Vorteil am geregelten Dampfen ist danach das man den feiner tunen kann als beim mech.
    Da muss man dann kleiner Durchmesser bauen oder Windungen weglassen.


    Bei normalem Runddraht ist der sehr genau und man kann seinen Sweetspot finden. Der ändert sich oft je nach Liquid.
    Bei Clapton kann man Rückwarts rechnen und danach mit einem Rechner wie unten den Koeffizient definieren.
    Danach weiss man wie man welchen Ohmwert an Watt dampfen kann. Das ganze ändert sich je nach Luft/AFC wieder.
    Finde das noch Recht interessant.


    Für Claptons kann man per Faustregel dann den Koeffizient setzen.
    Seinen Sweetspot plus den Manteldraht.
    2 Fach bei Single
    1 Fach bei Fused (double, tripple etc)



    Link zum Rechner:
    http://vapez.fr/tools/coil/

  • Zum Thema Anspringverhalten oder RampUp und Claptons.


    Generell dünnere Manteldrähte. Die heizen schneller auf.
    Je mehr Kerndrähte desto schneller wird der Mantel warm.
    Dünnere Kerndrähte haben weniger Masse und heizen den Mantel weniger auf.
    Ich würde im Kerndraht nicht unter 0.32 gehen und beim Mantel immer schauen das ich 0.08 max 0.12 hab.


    Auch würd ich Kerndrähte wählen welchen Ohmtreu bleiben ausser man macht TC.
    Also nur NiCro der Kanthal. Bei SS steigt der Ohmwert und erreicht weniger Hitze beim mech. Beim Geregelten muss man mehr Watt/Volt geben dann.

  • Gerne @jano


    Hab 4 Jahre mech gedampft und mich sehr mit diesem Thema auseinander setzen "müssen".
    Ohm gibt einen gewissen Anhaltspunkt wo man seinen Geschmack findet.


    Bei Claptons würd ich einfach drauf schauen dünne Manteldrähte zu nutzen.
    Wenn es hapert eine Windung raus, Durchmesser ändert und beim geregelten einfach mehr Power.
    Da ist die Preheat/Punch Funktion recht praktisch.


    Wer kein eScribe DNA hat sollte sich hier Artic Fox anschauen.
    Sehr gute Software für viele der Akkuträger bauer.
    https://nfeteam.org/

  • So, hab mal eben einen älteren Alien Draht hervorgekramt:


    Alien wire 0.3*0.8+32GA Meterial unbekannt, steht nichts auf der Spule oder auf der Verpackung.


    3 Umdrehungen mit Innendurchmesser 2.5 mm gewickelt, ergeben dann ca 0.4 Ohm.


    Ich hatte den Draht zur Seite gelegt, da er mir zu träge war, aber so, mit den 3 Umdrehungen, macht der schon viel mehr Spass - auch hier auf einem Mechmod, erstmal. Kurze Züge reichen schon für ordentlich Dampf und Geschmack. O.k. das ist jetzt subjektiv, aber hab meinen Spass daran.


    Ein für mich guter Thread @murphy - eine Baustelle weniger ;-) und hoffentlich auch noch für andere hilfreich, merci.

  • Für mich ist der Wicklungswiderstand bei geregelten Mods insofern interessant, dass die gewünschte Leistung mit der maximalen Ausgangsspannung des Mods überhaupt erreicht werden kann (Widerstandsmaximum)
    Zudem leidet die Effizienz je tiefer man wickelt und je höher so die Ströme werden bei gleichbleibender Wunschleistung (Widerstandsminimum).
    Ich schaue, dass der Mod bei Wunschleistung möglichst immer unterhalb der verfügbaren Zellspannung regelt, sprich im Buck-Modus (effizienter als Boost).
    Bei Einzellern ist dies so zwischen 3V und 3.7V, bei Zweizellern (seriell) 6V bis 7.4V, etc.
    Demnach komme ich in etwa auf dieselben Werte wie bei einem Mechmod und kann sie auch dort verwenden.
    Wenn der Widerstand mal zu hoch ist, dann regelt der Mod die Ausgangsspannung halt noch etwas hoch. Wenn er zu tief ist, werden VD und AT halt etwas wärmer (Verluste).


    Bez. Akkusicherheit ist der EINGANGSSTROM des Mods wesentlich: Egal was für eine Wicklung man hat, der Akkustrom wird über die eingestellte Leistung und Effizienz des AT bestimmt! Wieviel Strom der AT dann daraus macht, ist egal (die Leistung teilt sich Wicklungsseitig anders auf in Strom und Spannung, der AT bezieht aber stehts die Klemmspannung des Akkus und der Leistung entsprechend viel Strom).