Welches Ladegeraet?

      Stimmt grundsätzlich, dass auch neue Akkus derselben Charge Streuungen aufweisen. Ein wichtiger Punkt ist, dass aber auch bei Akkus mit gleichen Stats (Ladeschlussspannung, Kapazität, Innenwiderstand) unterschiedlich schnell altern. Daher sollte man streng genommen die Stats auch stetig überwachen (wie er sagt); oder sie eben gar nicht erst bis zur Leistungsgrenze belasten.
      ... und sonst hab' ich noch ein TamTam im Kühlschrank!
      Genau...
      Ich möchte meine Akkus nicht bis aufs höchste belasten und denke das ist für mich auch richtig, da mein Verständnis für Elektronik relativ begrenzt ist. Werde meine Akkus mit meinem Ladegerät im Auge behalten und alle sonstigen wichtigen Dinge beachten. So sollte das dann auch reichen :)
      Habe rausgefunden, das mein Opus Ladegerät auch den Innenwiderstand messen kann (manchmal sind Bedienungsanleitungen doch nützlich...).
      Bevor ich alle meine Akkus durchmesse, noch kurz eine Frage: nach meinem Verständnis ist der Innenwiderstand von der Spannung unabhängig, ist das richtig?
      @danisch79
      Der Innenwiderstand ist eine dynamische Grösse (kleines r), d.h. zu dessen Bestimmung muss eine Zweipunktmessung gemacht werden. Dabei wird der Akku unterschiedlich stark belastet (z.B. 2A und 5A) und die jeweilig erreichte Klemmspannung gemessen. Dies gibt dann je ein Delta von Strom und Spannung, womit der Innenwiderstand bestimmt werden kann.

      Als Beispiel:
      Messung 1 mit 2A, Klemmspannung 3.6V
      Medsung 2 mit 5A, Klemmspannung 3.5V
      Ergibt dI = 5A - 2A = 3A, dU = 3.6V - 3.5V = 0.1V
      rInnen = dU / dI = 0.1V / 3A = 33mOhm

      Die Klemmspannung ist sowohl vom Strom (Last) als auch vom Innenwiderstand abhängig:
      Uverlust = Ilast * rInnen
      Bedeutet, wenn die Zelle eine Quellspannung von 3.7V hat und mit 10A belastet wird, so fallen am Innenwiderstand (also im Akku selbst) 10A * 0.033Ohm = 0.33V ab und an den Kontakten (Klemmspannung) liegen nur noch 3.7V - 0.33V = 3.37V an!
      Je mehr ein Akku also belastet wird, desto stärker bricht die Klemmspannung die dem AT schlussendlich zur Verfügung steht, ein.
      Der typische Innenwiderstand einer neuen, voll geladenen LG 18650HG2 ist gemäss Datenblatt 17mOhm. Je älter eine Akkuzelle, je kälter und je tiefer entladen, desto höher ist ihr Innenwiderstand.

      Genau gleich rechnet sich übrigens der Volt-Drop, nur mit dem Übergangswiderstand der Kontakte plus der Widerstand des VD selbst anstelle des Innenwiderstandes in obiger Rechnung. Daher ist auch dieser Stromabhängig! Demnach wird der VD auch zusätzlich wärmer bei höherer Leistung, da die Verluste im VD selbst auch höher sind, weil eben mehr Strom fliesst.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Maendu“ ()

      Andy schrieb:

      danisch79 schrieb:

      Habe rausgefunden, das mein Opus Ladegerät auch den Innenwiderstand messen kann


      Ja kann es, leider aber sehr ungenau. Bei 10 Messungen wirst du 10 verschiedene Ergebnisse erhalten, die teilweise sehr stark variieren.

      Ich habe zum testen einen Akku 4 oder 5 mal gemessen. Wie ich mich erinnern kann, waren die Ergebnisse etwa +/-3 mOhm auseinander...
      Werde es aber nochmals wiederholen, da ich jetzt nicht mehr sicher bin...

      danisch79 schrieb:

      Ok, das meiste leuchtet jetzt ein! :) Danke @Maendu!
      D.h., ich kann die Messung durchführen unabhängig vom Ladestand der Akkus? Oder sollten sie dazu besser voll geladen sein?

      Durchführen kannst du sie egal wie voll die Akkus sind, wenn du aber ein vergleichbares Resultat möchtest, solltest du sie voll oder bspw. definiert entladen messen. Sonst bringt der Wert ja nicht gerade viel...
      +/-3mOhm ist schon sehr genau denke ich, da der Übergangswiderstand an den Kontakten ja auch variieren kann, wenn du die Akkus im Ladegerät etwas bewegst. Am besten nach dem einlegen etwas ruckeln, dann nicht mehr berühren, die erste Messung ignorieren (Kontakte erstmal bestromen und die Oxidschichten durchbrechen) und die zweite dritte etc. gelten dann.
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      Noch kurz als Ergänzung, nur um ein Gefühl zu bekommen von wegen Leistung und Verluste etc.:
      Wenn man bspw. eben eine einzelne LG 18650HG2 Akkuzelle in einem mech. Mod betreibt (so mach ich das u.a.) und jene nun bis zu ihrer maximalen Entladestromgrenze von kontinuierlichen 20A belastet, so kommt folgendes dabei raus:

      Spannungsabfall im Inneren des Akkus:
      Uverlust = Ilast * rInnen = 20A * 0.017Ohm = 0.34V
      Verlustleistung des Akkus:
      Pinnen = Uinnen * Ilast = 0.34V * 20A = 6.8W (!) --> Akku wird warm
      Klemmspannung:
      Uklemm = Uquell - Uverlust = 3.7V - 0.34V = 3.36V

      Nehmen wir nun an, der VD selbst, inklusive der Übergangswiderstände am 510er und den Schraubklemmen der Pole, besitzt bspw. noch 0.05Ohm, was bei nicht perfekt polierten Kontakten und SS als VD-Material etwa realistisch sein dürfte. Vollständigkeitshalber gehört da der Widerstand der AT-Röhre auch noch dazu.
      Um die 20A überhaupt zu erreichen, darf der Gesamtwiderstand, welcher am Akku anliegt also nicht grösser sein, als:
      Raussen = Uklemm / Ilast = 3.36V / 20A = 0.168Ohm
      Bei besagtem VD-Widerstand inkl. Kontakte bleibt somit für die Wicklung noch folgendes übrig:
      Rcoil = Raussen - Rvd = 0.168Ohm - 0.05Ohm = 0.118Ohm

      Nun zur dabei noch erreichten Nutzleistung an der Coil selbst, welche schliesslich für Dampf sorgt:
      Pcoil = Ilast^2 * Rcoil = (20A * 20A) * 0.118Ohm = 47.2W
      Wobei auch der VD zwungenermassen etwas abbekommt:
      Pvd = Ilast^2 * Rvd = (20A * 20A) * 0.05Ohm = 20W (!)

      Von insgesamten 3.7 * 20A = 74W fallen in unserem Beispiel demnach über 9% am Akku, 27% an den Kontakten plus AT/VD ab und nur noch nutzbare 64% kommen überhaupt noch an der Coil an!
      Über ein Drittel der Leistung heizt uns lediglich die Dampfe, wenn wir so tief wickeln, nur um den Akku für nicht mal 50W auszulasten!
      Daher lohnt es sich einerseits mehrzellige AT's zu verwenden, optimalerweise mit grösseren 21700er zellen (dürften einen etwas kleineren Innenwiderstand besitzen). Dies reduziert jedoch nicht die Strombegründeten Verluste im VD. Um diese zu senken, muss der Strom gesenkt werden und dies erreicht man, wenn man gestackte Akkus verwendet! Die Leistung wird so auf 7.4V * 10A aufgeteilt, was die Verluste im Akku, AT, Kontakte und VD durch den halben Strom ebenfalls gerade halbiert!
      Die Wicklung muss natürlich höherohmig sein, was aber eben das Widerstandsverhältnis zwischen Wicklung und AT, VD etc. verbessert und mehr nutzbare Leistung an der Coil abfällt.
      ... und sonst hab' ich noch ein TamTam im Kühlschrank!
      Habe jetzt alle Akkus durchgemessen, immer nach dem Laden. Die Abweichung meines Opus beträgt tatsächlich nur etwa +/- 3mOhm, bei den meisten Akkus nur +/-2mOhm, bei einem waren es +/- 5mOhm...
      Die meisten Akkus sind zwischen 20 und 40mOhm, 4 Stück sind über 50mOhm (58, 72, 73, 93). Bei drei von diesen vier merke ich deutlich, dass sie "durch" sind, der vierte mit 72 war von Anfang an verheiratet, der "Partner" dazu hat 33mOhm...

      Ich werde jetzt alle <40mOhm weiter verwenden, die anderen vier kommen weg. Besorge mir heute eh noch VTC5A für meine Mechs.

      Apropos Entsorgen, kann man unsere Akkus auch an der normalen Batteriensammelstelle abgeben??
      Ok, danke @Andy!
      Pluspol hätte ich auch abgeklebt, wäre wieder eine super Schlagzeile: "Migros abgebrannt wegen explodierenden E-Zigarette" ;)

      Ich glaube, ich habe die V2... Dafür spricht auch, dass der Lüfter nicht so laut ist wie manche berichten... Momentan ist sie gerade in Betrieb, werde mich danach mal achten, was auf dem Display steht!

      Neu

      Kurze Verständnis-Frage:
      Meine neuen VTC5A hauen mechanisch einiges mehr raus als die VTC6 und HG2. Ist das so, weil die mehr Ampere können und deshalb nicht so schnell einbrechen (bewege mich um die 14-15A)? Oder einfach, weil die neu sind? Kann mich zwar nicht erinnern, dass meine VTC6 und HG2 jemals so raus gehauen haben...

      Neu

      Die VTC5A sind in der Tat wirklich sehr stark, bzw brechen nicht allzu schnell ein.
      Battery Mooch hatte mal irgendwo eine Kurve von verschiednen 18650 und da hat man schon gesehen, dass die VTC5A sehr lange "oben" bleiben bevor sie zusammensacken. Das könnte dieses Raushauen sein, das du beschreibst.
      Selbermischen einfach gemacht Update 2018:

      bit.ly/2MrDHnS