Importgrenze 150ml aufgehoben?

      Importgrenze 150ml aufgehoben?

      Hallo zusammen

      Ich habe da was aufgeschnappt, habe aber leider noch keine weiteren Info's darüber.
      Der deutsche "Pipeline Shop" wirbt jedenfalls über FB damit.
      Hat jemand von Euch etwas darüber gehört bzw. kann dies so bestätigen?
      "Gut Dampf" Viktor

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      Daily Setup:
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      -ThroneLiquid "The Lady" / CloudNiners "Mango"
      PIPELINE STORE schreibt, dass die Importgrenze von 150ml aufgehoben ist.

      Ich hab das in FB kommentiert.

      "Eigentlich ist die ganze Aussage nicht korrekt. Es gab nie eine Mengenbegrenzung für eine Liquid-Bestellung im CH-Shop an eine CH-Adresse. Es war den CH-Shops nur verboten, Produkte mit Nikotin zu verkaufen. Dies dürfen sie jetzt ja, TPD2-konform, und da das innerhalb der CH nicht über den Zoll muss, kann dies auch niemand kontrollieren. Kontrolliert wird bestenfalls in den CH-Shops, ob sie die TPD2-Regelung einhalten. Was dies jedoch für die private Einfuhr von Nikotin bedeutet ist unklar."

      "Tanja, könntest Du dazu einen Beweis liefern? Das taucht nun zB. im Dampferforum auf. Ich finde es absolut irreführend."
      So long
      Eli

      Ein Leben ohne Dampfe ist möglich, aber sinnlos
      (Loriot, wenn Dampfe mit Mops ersetzt wird)
      Ich habe natürlich an der Messe gleich herumgefragt, ob Jemand da nähere Infos hat. Mir wurde gesagt, dass diesbezüglich irgendwas da läuft zwischen der EZV und dem BLV, irgendwelche Informationsseiten wurden vom Netz genommen (mit den alten Einfuhrbestimmungen) aber noch nicht alles ausgetauscht... Es ging alles so schnell, dass ich Euch leider nicht detailliert sagen kann, so aus dem Kopf, was das genau bedeutet.
      Glückliche Dampferin seit 2008
      Ich habe heute als Test 250ml 200mg/ml Base bei HiLiq bestellt. ;)

      Wir werden in den nächsten Tagen unseren öffentlichen Brief an das BLV veröffentlichen. Wir verlangen darin detailliertere Erklärungen als die paar Sätze auf der Webseite des BLV, welche zudem keinen rechtlichen Charakter haben.
      Was ich bisher auf den Seiten des Bundes gefunden habe, lässt leider noch keinen Rückschluss auf eine aufgehobene Importlimite für Private zu. Der BLV Teil hat, wie @marcsz erwähnt, keinen rechtlichen Charakter und auf der EZV sind noch die 150ml pro Sendung, resp. im Reiseverkehr die Rede. Aber die aktuellste Version des Merkblattes vom 1.1.2018 (mit Update 23.2.2018)unterscheidet sich eigentlich nur in der angepassten MWSt. (und einer anderen Kontaktadresse).
      tinyurl.com/y9ukr9pb

      Kann sehr gut sein, dass die Importlimite für Private im Hinblick auf die THG-Harmonisierung für TPD2 konforme Liquids aufgehoben wird (resp. jetzt schon so vom Zoll behandelt wird, obwohl es noch nirgends festgeschrieben steht). Sinn würde es ja machen, ich wäre einfach von der schnellen Umsetzung des Bundes positiv überrascht. Was mich aber eher unwahrscheinlich dünkt ist, dass dadurch auch die Limite für nicht TPD2 konforme Gebindegrössen/Konzentrationen wegfallen würde, die bisherige Rechtslage in der Schweiz ist ja schon weniger streng als in TPD-Land und wäre von der Aufhebung der Allgemeinverfügung nicht im Geringsten betroffen.

      Ich befürchte, dass die 250ml 200er Base bei korrekter Kontrolle aussortiert wird. Aber danke @marcsz für den Test und den den Brief ans BLV. Rechtssicherheit ist immer erstrebenswert.
      @heimchen ja z.B.
      Aber es sind auch solche Sätze, welche viel Interpretationsspielraum lassen:
      Voraussetzung: Die Produkte müssen die technischen Anforderungen eines EU- oder EWR-Mitgliedstaates erfüllen und in einem EU oder EWR-Mitgliedstaat rechtmässig im Verkehr sein.

      Was sind die technischen Anforderungen? Die sind in jedem Land anders! Was in DE rechtmässig in Verkehr ist, könnte in UK nicht rechtmässig im Verkehr sein (z.B. Tanks >2ml).
      Da gibt es noch vieles, was sich nicht mit den paar Sätzen auf der BLV Webseite abspeisen lässt. Und wenn sie die TPD2 durch die Hintertüre bringen wollen, schiessen sie sich selber auch noch in die andere Kniescheibe.

      marcsz schrieb:

      @heimchen ja z.B.
      Aber es sind auch solche Sätze, welche viel Interpretationsspielraum lassen:
      Voraussetzung: Die Produkte müssen die technischen Anforderungen eines EU- oder EWR-Mitgliedstaates erfüllen und in einem EU oder EWR-Mitgliedstaat rechtmässig im Verkehr sein.

      Was sind die technischen Anforderungen? Die sind in jedem Land anders! Was in DE rechtmässig in Verkehr ist, könnte in UK nicht rechtmässig im Verkehr sein (z.B. Tanks >2ml).
      Da gibt es noch vieles, was sich nicht mit den paar Sätzen auf der BLV Webseite abspeisen lässt. Und wenn sie die TPD2 durch die Hintertüre bringen wollen, schiessen sie sich selber auch noch in die andere Kniescheibe.


      Das Ziel ist ja nicht die Einführung der TPD2, sondern einer eigenständigen Regelung TabPG. Das Aufheben der Allgemeinverfügung besagt lediglich, dass die Schweiz nicht grundlos ein Produkt verbieten darf, was in einem EU Land erlaubt ist, solange man bei der THG mitmacht (das berühmte Cassis-de-Dijon-Prinzip) und zwar schon jetzt, unabhängig von unserem TabPG. Hardwaremässig sind wir sowieso viel besser bedient, als der TPD2 Raum, aber um dein Beispiel aufzugreifen: Ein Schweizer Händler dürfte sowohl einen in der UK erlaubten aber in DE verbotenen Verdampfer (weil die Registrierungszeit kürzer ausfallen kann), als auch einen in UK verbotenen aber in DE erlaubten Verdampfer (weil Tankvolumen grösser als 2ml ist) importieren und verkaufen, solange er in UK oder DE (mindestens einem EU Land) rechtmässig in Verkehr ist. Bei den Liquids beinhalten die technischen Anforderung eine Registrierung inkl. Wartezeit und (zumindest in DE) eine Emissionsanalyse, und bestimmt noch mehr (Zuluftfilter, Deklaration auf Etikette, etc.?).

      Dies betrifft aber alles nur den Handel und dort herrscht ja einigermassen Klarheit. Die Frage, wie sich das nun auf Privatimporte auswirkt, bleibt aber bestehen. Laut der ursprünglichen Mitteilung hat sich für Private nichts geändert. Jüngste Gerüchte besagen aber, dass auch hier eine Lockerung im Gang sei (was ja Sinn machen würde). Da diese Lockerung aber eine Folge des THGs ist, gehe ich im besten Fall davon aus, dass die Mengenbegrenzung zur Einfuhr von TPD2 konformen Liquids/Nic-Shots aus einem TPD2 Land für Privatpersonen aufgehoben wird. Im schlimmsten anzunehmenden Fall bleiben die 150ml Begrenzung. Dass die Mengenbeschränkung für 200er Base schon jetzt aufgehoben würde, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen ... auch wenn die Vorstellung schön wäre, aber in dieser Hinsicht ist die Schweiz schon weniger streng als die TPD2 und muss hinsichtlich des THG keine Änderung vornehmen.

      marcsz schrieb:

      Mumpitz schrieb:

      Ich befürchte, dass die 250ml 200er Base bei korrekter Kontrolle aussortiert wird.

      Wir werden sehen. HiLiq versendet ja relativ schnell und mit DHL. Das sollte ich also bis Ende dieser oder Anfangs nächster Woche wissen.

      Hab ich genug Ahnung von der Rechtslage? Glaub schon.
      Rechtsschutzversicherung? Check!

      8)

      Würde schon jetzt überprüfen, was die Konsequenzen sein könnten. Wäre evtl. sinnvoller HiLIQ gar nicht zu kennen (falls es die erste Bestellung ist) oder zumindest aktuell nichts bestellt zu haben ...

      Mumpitz schrieb:

      Das Aufheben der Allgemeinverfügung besagt lediglich, dass die Schweiz nicht grundlos ein Produkt verbieten darf, was in einem EU Land erlaubt ist, solange man bei der THG mitmacht
      Das Urteil sagt nur aus, dass das BLV keine Produkte im generell-abstrakten Charakter verbieten kann. Damit ist gemeint, dass es nicht einfach eine Produktgruppe mit Sammelbezeichnung "Elektronische Zigarette" verbieten kann mit welcher die Geräte und Liquids gemeint sind.

      C-7634/2015 - Absatz 3.6 schrieb:

      Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Anordnung des BLV einen offenen Adressatenkreis und ein abstraktes Anordnungsobjekt aufweist, womit die Anordnung generell-abstrakt statt generell-konkret wurde, so dass sie inhaltlich zu einem Erlass statt zu einer Allgemeinverfügung wurde. Aus diesem Grund erweist sich die angefochtene Allgemeinverfügung als fehlerhafte Verfügung. Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern wie hier bloss anfechtbar. Als Nichtigkeitsgründe fallen vorab funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht.
      Das BVger geht im Urteil eigentlich nicht auf das THG ein sondern erklärt die Verfügung aufgrund des generell-abstrakten Charakters als ungültig.

      Natürlich wurde im Sinne des THG geklagt. Nur wollte sich das Gericht nicht in politische Prozesse einmischen und hat 2 1/2 Jahre nach einem Ausweg gesucht, wie man die Allgemeinverfügung kippen kann ohne, dass davon der politische Prozess beeinflusst wird. So fasse ich das jedenfalls auf.
      Das Urteil im Detail kann man sich hier runterladen: jurispub.admin.ch/publiws/down…a8-49bc-b11d-1dd83ae276e4

      Mumpitz schrieb:

      Dies betrifft aber alles nur den Handel und dort herrscht ja einigermassen Klarheit.

      Aus meiner Sicht meint der Handel zwar, dass einigermassen Klarheit herrscht (TPD2 durch die Hintertüre). Aber aus meiner Sicht ist da überhaupt nichts klar. Es gibt NICHTS, was irgendwelchen rechtlichen Charakter hat ausser:

      817.02 (LGV) - Art. 61 schrieb:


      1. Gegenstände, die bei bestimmungsgemässem oder üblicherweise zu erwartendem Gebrauch mit der Haut, den Haaren, den Schleimhäuten des Mundes oder den äusseren Genitalregionen in Berührung gelangen, wie Kleidungsstücke, Schmuck, Perücken, Zahnbürsten, Zahnstocher, Zahnseide, Bestecke, Windeln und Nuggis, dürfen Stoffe nur in Mengen abgeben, die gesundheitlich unbedenklich sind.

      2. Verboten ist der Zusatz von Substanzen, die den Erzeugnissen pharmakologische Wirkungen verleihen, wie Nikotin oder Desinfektionsmittel.
      Und was ist nun der Gebrauchsgegenstand mit Schleimhautkontakt bei einem E-Dampfgerät?!? Das Drip-Tip! Enthält es Nikotin?!? Nope.
      Auch hier ist wieder die generell-abstrakte Definition im Schreiben 146 des BAG von 2009 das Problem. Unser Rechtsgutachten hat dies Anfangs 2015 schon zerlegt und für nichtig befunden. Vor allem, weil es keinen rechtlichen Charakter besitzt. Darauf kam ja dann die Allgemeinverfügung des BLV welche durch das BVger gekippt wurde.

      Aber kommen wir doch mal auf die Aussage auf der Webseite des BLV zurück (welche ebenfalls keinen rechtlichen Charakter hat):

      https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/gebrauchsgegenstaende/e-zigaretten.html schrieb:

      Die Produkte müssen die technischen Anforderungen eines EU- oder EWR-Mitgliedstaates erfüllen und in einem EU oder EWR-Mitgliedstaat rechtmässig im Verkehr sein.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Island#20._Jahrhundert schrieb:

      Seit 1994 ist Island Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).
      Interessant! Island hat keine Regulierung gegenüber E-Dampfgeräten. Der Handel ist frei und nicht eingeschränkt. Keine TPD, keine Beschränkung bezüglich Liquids.
      Weiterer interessanter Fakt: In Island reduzierte sich die Zahl der Raucher in den letzten Jahren um 50%!

      Just my 2 cts...
      Signaturen sind überbewertet...
      @marcsz Es stimmt natürlich, dass die grundsätzliche Fragen zur Rechtmässigkeit einer Regulierung von E-Zigaretten nicht beantwortet wurde. Ich bezog mich ja hauptsächlich auf das, was innerhalb dieser (fragwürdigen) Regulierung erlaubt ist und was evtl. noch erlaubt werden könnte.

      Im Prinzip ist erstmal klar, dass das THG weiterhin, resp. wieder greift. Innerhalb dieses Rahmens besteht schon eine gewisse Sicherheit. Die von dir angesprochen Punkte gehen aber weiter. Du hinterfragst die generelle Rechtmässigkeit einer Regulierung.

      Meiner Meinung nach ist es in einem unverbindlichen Forum sinnvoller, auf der Ebene des Erlaubten Ratschläge zu erteilen, statt auf der Ebene, wo die Rechtsauslegung per se in Frage gestellt wird und man über Klagen gegen Behörden in einem Präzedenzfall Rechtssicherheit schaffen könnte ... oder zumindest sollte man darauf hinweisen. Aber interessant ist es auf jeden Fall. ;)

      Die Aussage auf der Seite des BLV hat dort zwar keinen rechtlichen Charakter, bezieht sich aber auf das THG und als Gesetz würde ich ihr dort schon rechtlichen Charakter zusprechen.
      Wenn das mit Island zutrifft, frage ich mich, warum sich dort noch kein Distributionshub für E-Zigaretten entwickelt hat. Ist zwar logistisch etwas aufwändiger, aber der Zeitgewinn von 6 Monaten würde doch alles wettmachen. Oder schon eine Kooperation mit einem kleinen Shop würde ausreichen und der bräuchte die Produkte wohl nicht mal an Lager zu halten. Aber andererseits frage ich mich auch, wieso die grösste Consumer-Messe für Dampfen in Europa nicht in der Schweiz (zB Basel) stattfindet ... aus Sicht von Consumer und Hersteller wohl eine Win-Win Situation, aber wahrscheinlich würde so ein Unterfangen ohne den Goodwill der Händler wohl kaum zu stemmen sein und die wären alles andere als begeistert von so einem Unterfangen.

      Dass die Basis für die aktuelle Regulierung auf wackeligen Beinen steht, da bin ich bei dir. Alleine die Zusammenfassung zu einer «funktionalen Einheit», um damit allerlei Schabernack anstellen zu können ist schauderhaft. Aber dies betrifft doch eher die «Inverkehrbringer» (Handel) als Endkunden und die generelle Stossrichtung müsste doch am Entwurf des TabPG abzulesen sein.
      Klar. Solange man sich als Händler am THG orientiert, hat man sicher eine gewisse Rechtssicherheit. Wobei ich diese auch eher als Vierbein mit einem etwas zu kurzen Fuss bezeichnen würde. Es kippt nicht, aber wackelt etwas. Logisch ist auch, dass es für die von mir angesprochenen Punkte einen Präzedenzfall bräuchte. Da kommt es dann sehr auf die Argumente und den Richter an und es könnte auch nach hinten los gehen. Schlussendlich zeigt aber der Entscheid des BVger, dass die "funktionale Einheit" nicht einfach von der Administration festgelegt und so das Nikotin gestrichen werden kann. Alles höhere kann jedoch nur das Parlament entscheiden. Hier wäre vielleicht eine Motion eine Möglichkeit um in der Übergangszeit bis zu einem Gesetz (hoffentlich ausserhalb des TabPG!!!) für alle Rechtssicherheit zu schaffen.

      Ich gehe nicht davon aus, dass das TabPG in der 2. Revision durch kommt. Aber mal sehen, was die Anhörungen bringen und wie die Lage ist. Wissen tut das noch keiner. Aber die allgemeine Stimmung spricht im Moment jedenfalls nicht für ein Ja. Sollte es wieder eine Rückweisung geben, sprechen wir von 2025...

      Schlussendlich wäre die Regulierung von E-Dampfprodukten relativ einfach zu bewerkstelligen:
      - Second-Hand Dampf fügt nachweislich niemandem Schaden zu <== Entscheidung ob drinnen ja oder nein obliegt dem Betreiber der Räumlichkeiten
      - REACh gibt die Limite bzgl. Nikotin vor <== <100mg/ml mit unbestimmter Behältergrösse
      - Gerätesicherheit über die üblichen Regularien zur Gerätesicherheit <== Garantie, Sicherheit, etc.
      - Altersgrenze 16 (oder wenn es denn halt sein muss 18) <== Theorie: Wenn ich eher an eine Dampfe als Pyros komme, ist das Risiko junge Raucher zu generieren bedeutend kleiner. Beweis steht aber aus.
      - DEFINITIV NICHT in einem Tabakproduktegesetz!!!

      Das wäre quasi eine einfache, markt- sowie gesundheitsorientierte Regulierung welche kohärent mit der Nationalen Strategie Sucht und Nationalen Strategie zur Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten wäre.

      Ums nochmal klar zu sagen: Das ganze oben und vorher geschriebene ist MEINE Sichtweise. Ich bin weder Jurist noch Richter. Es ist meine Interpretation der aktuellen Lage und soll keine Anleitung für Händler oder Konsumenten sein. Ich interpretiere es vielleicht etwas anders als 95% der Dampfer, aber ich sage auch sonst nicht immer Ja und Amen sondern bilde mir meine eigene Meinung. Ob diese dann Gerichtsfest ist, gilt es zu beweisen und diesen Beweis kann ich nicht antreten. :saint:

      Danke @Mumpitz für die sachliche Diskussion! Ich schätze das sehr! Deshalb gebe ich auch einen "Like" für die Beiträge mit denen ich vielleicht nicht einverstanden bin. :thumbup:

      marcsz schrieb:

      Ich habe heute als Test 250ml 200mg/ml Base bei HiLiq bestellt.


      Also ich meinerseits, :?: vielleicht hatte ich ja auch immer Glück :!:, bestelle immer 4x 60ml mit 3mg Nik in Malaysia.
      Das ist so der ideale Liquidmenge-Warenwert-Versandkostenoptimum-Mix.
      Bis jetzt hatte der Zoll auch nie auf Grund der Menge interveniert, nur auf Grund des Warenwert's, so dass ich schon mehrmals die Rechnung senden musste.
      "Gut Dampf" Viktor

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      @marcsz Auch mein Dank an dich. Zivilisierter Meinungsaustausch ist ja mitunter eine Hauptfunktion von Foren im eigentlichen Sinne. Andere Sichtweisen kennen und verstehen lernen, hilft mir sehr, eine eigene Meinung zu bilden, hinterfragen, festigen oder zu verwerfen. Und gut argumentierte Punkte wie von dir, sind dabei eine grosse Hilfe.

      Die von dir skizzierte Regulierung entspräche so ziemlich meiner Wunschvorstellung, wobei ich aus pragmatischen Gründen durchaus bereit wäre, in vielen Punkten auch Kompromisse einzugehen. Beispielsweise wäre mir TabPG egal (sofern die Differenzierung ausreichend vorgenommen wird), könnte die Konzentration beschränkt werden (solange die Gebindegrössen frei sind), etc. Die Exkludierung aus dem Nichtrauchraucherschutzgesetz hingegen, sehe ich als zwingend notwendig (wäre bei mir der hervorgehobene Teil). Zwar ist Passivdampf nicht nachweislich unschädlich (das Problem der Beweisbarkeit), aber es konnte bisher weder eine Schädlichkeit nachgewiesen werden noch bestehen Indizien dazu und meiner Interpretation nach MÜSSTE dies zwingend der Fall sein, um es im Nichtraucherschutzgesetz aufzunehmen ... solange dies nicht der Fall ist ist das Hausrecht ausreichend.

      Aber zurück zum Thema. Anscheinend hat Simon Bauer (Vape Scene Investigation) Tanja Wolf (Pipeline Schweiz) nach der Quelle gefragt.

      Simon Bauer schrieb:

      Sooo, nach einer Rücksprache mit der Tanja Wolf mal etwas mehr im Detail, weil da ja vielfache Rückfragen bestanden (und auch via Messenger bei mir aufliefen).

      Jetzt 30 Tage nach Aufhebung der Allgemeinverfügung zu nikotinhaltigen Produkten hat der Schweizer Zoll bei sich die Beschränkung auf Bestellmengen von 150ml aufgehoben.
      In der Schweiz darf ja jetzt alles verkauft und auch importiert werden, was auch in der EU legal auf den Markt gelangt. Das heißt im Rahmen der entsprechenden Marktvorgaben (wenn Nik. drin ist max. 10ml Flasche, grundsätzliche Grenze bei 20mg/ml) kann unbegrenzt bestellt und verkauft werden.
      Das heißt nicht, dass alle Nikotinprodukte völlig grenzenlos importierbar sind sondern nur die, die auch in der EU verkauft werden (dürfen). Aber so lange die Produktvorgaben eingehalten sind ist die Größe der Gesamtbestellung(!) jetzt halt egal.

      Die Aussagen "ohne Limit" bezieht sich halt auf den Pipeline Store, der ja maximal Produkte mit 18mg/ml anbietet, von daher ist die Aussage für den Shop auf jeden Fall richtig und klang nur etwas missverständlich.
      Ich danke der Tanja für das aufschlussreiche Gespräch und hoffe ich konnte mit dem Beitrag zur Klärung beitragen.

      Dass der Zoll so schnell reagiert hat, finde ich – trotz aller Logik dahinter – überraschend positiv ... aber ich berufe mich erst darauf, wenn ich mindestens Merkblatt des EZV sehe. Und in diesem Punkt scheint das übliche Beamtentempo vorzuherrschen.

      Ob das HiLIQ Paket ankommt, wird leider kaum konkreten Aufschluss über die aktuelle Rechtslage geben, dazu weiss der kontrollierende Beamte zu wenig. Ich hoffe aber, dass der Brief Licht ins Dunkle bringen wird. Meine Befürchtung lautet zwar, dass (unabhängig von der Rechtmässigkeit) der Import nicht zulässig sein wird. BTW, HiLIQ hat unterdessen auch schon ein Warenlager in mit Versand aus Europa in Betrieb genommen ... da die 150ml Swiss Special aber nicht angeboten werden, müsste sich deren Angebot ja primär an ein anderes Land richten. Evtl gibt es ja noch weitere Kandidaten wie Island ... Wäre schon interessant, herauszufinden ob auch für uns Endkunden etwas zu erreichen wäre.
      Ojee, ich bin jetzt noch verwirrter als vorher.
      Was hat diese Aufhebung denn mit dem Privatimport zu tun?
      Das betraf doch nur die Händler. Vorher durften sie selbst auch nicht mehr als 150 ml alle 2 Monate "importieren", genau wie wir Verbraucher. Was ja auch einleuchtet, denn der Verkauf von Nikliquids war verboten, also auch keine Einfuhr.

      Nun ist das Verbot FÜR Händler aufgehoben, was bedeutet, sie können jetzt entweder in der Schweiz selbst produzieren, oder dann halt aus der EU die benötigten Grossmengen für ihren Vertrieb legal importieren, da erscheint es auch wieder logisch, dass sie mehr als 150 ml importieren müssen, setzt natürlich voraus, dass der Importeur die entsprechenden Papiere vorweisen kann etc. Halt alles das, was sie bisher auch für den Import von Gerätschaften benötigten um ihre "Conatainer" durch den Zoll zu bringen.

      Doch!: Gilt das jetzt auch für "Verbraucher/Privatleute"? mMn nicht; denn sollten wir jetzt plötzlich auch literweise EU-konformes Nikliquid bestellen können, so müssten wir zuerst irgendwie beweisen, dass wir keinen Handel betreiben, sondern nur für den Eigengebrauch bestellen.

      Kann das wirklich sein, dass der Zoll plötzlich so "liberal" geworden wäre??

      Was die Hiliq-Bestellungen betrifft: Das ist doch mittlerweile bekannt, wie die "deklarieren" und bisher gab es nie eine Beschränkung für "Aromen in PG gelöst" ;)
      Auch der Aufwand beim Zoll mal den "Inhalt" dieser "Aromen" labortechnisch zu prüfen ist bei den geringen Bestellmengen (die meisten bleiben ja unter der Zollfreigrenze von 65 CHF) wohl auch zu kostspielig... ;)
      Glückliche Dampferin seit 2008