Ab 1.1.2017 keine Zollfreigrenze mehr?

      Ab 1.1.2017 keine Zollfreigrenze mehr?

      Im aktuellen Dampfpalaver von Philgood


      berichtet er über eine neue Zollverordnung, von der keiner von uns was bisher gehört hatte. Die Welschen aber schon, und das wurde dort auch in den Medien gebracht.

      Ab 1.1.17 soll die bisherige Zollfreigrenze von CHF 62.50 aufgehoben werden! D.h. der Zoll kann alle Pakete verzollen egal ob 20 CHF oder 80 CHF, wenn ich seine Erklärung dazu richtig verstanden habe.

      Nun habe ich im Netz gesucht aber nichts dazu gefunden. Leider hat Philgood keinen Link zu den besagten Meldungen aus dem franz. Schweiz.

      Weiss einer von Euch was?
      Glückliche Dampferin seit 2008
      Wir haben jetzt Mitte November. Kann mir nicht vorstellen das es in so kurzer Zeit eine Änderung geben wird, ohne das da was publik gemacht wird. In Google findet man auch nichts darüber. Vielleicht betrifft das ja nur Waren die von Frankreich in die Schweiz kommen ?
      Dampfende Grüsse
      Andy


      Der Kern des Problems ist meines Erachtens, die durch die Pharmaindustrie finanzierte und dirigierte WHO

      Zitat von Prof. Dr. Bernd Mayer
      So ganz kapier ich das nicht.
      Beispiel: Wenn ich in DE was bestelle, zahle ich ja auch deren MwSt also die 19% oder in UK 20%. Die wenigsten Händler haben ihre Shopsoftware so eingestellt, dass automatisch ihre MwSt abgezogen wird vom Warenwert, wenn sich ein Schweizer als Kunde anmeldet (so meine Erfahrung). Und diese sollen nun ab 1.1.17 auch noch die Schweizer MwST auf den Warenwert drauflegen, sobald sich ein CH-Kunde einloggt?

      Wie soll das funktionieren?? Das wäre ja ein ziemlicher Aufwand, denn zunächst müssten sie ihre MwSt abziehen und dafür die CH-MwsT ausweisen, sobald ich mich einlogge?
      Glückliche Dampferin seit 2008
      Wir gehen davon aus, dass ein ausländischer Shop, der die CH-MwSt effektiv selbst erhebt, dafür die ausländische Steuer nicht erheben wird. Das ist aber die Entscheidung des einzelnen Shops - wenn der Shop ausländischer MwSt erhebt, muss sich der Kunde in jedem Fall selbst um die Rückforderung kümmern (wie heute auch schon).
      Sennenquöll Online Store | sennenquoell.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sennenquoell“ ()

      Guter Punkt @heimchen!
      Wenn man in Deutschland einkaufen geht und der Betrag 300Fr überschreitet, muss man auch die Schweizer MwSt zahlen obwohl die Deutsche auch schon bezahlt wurde...
      Allerdings kann man die Deutsche MwSt wieder zurückholen, was zum Beispiel in Frankreich nicht möglich ist. Dort müsste man beide MwSt zahlen.
      (Oder liege ich da falsch??)

      Sennenquoell schrieb:

      - wenn der Shop ausländischer MwSt erhebt, muss sich der Kunde in jedem Fall selbst um die Rückforderung kümmern (wie heute auch schon).

      Meines Wissens kann man bei online-Käufen die MwSt nicht zurückfordern, das ist nicht wie am Zoll, wo man seinen offline-Einkauf abstempeln kann und dann beim nächsten Einkauf den Beleg vorlegen kann.
      Glückliche Dampferin seit 2008
      Der Verkäufer kann die MwSt zurückbezahlen, ist aber natürlich freiwillig. Uns hat kürzlich ein deutscher Shop genau das gemacht (per Überweisung), er hat aber eine Einfuhrbestätigung verlangt - letzteres erhält man ja vom Schweizer Zoll via Post, wenn die ware bei der Einfuhr besteuert wird.

      In anderen Worten: Sprich die Thematik mit dem Shop an, bevor Du bestellst.
      Sennenquöll Online Store | sennenquoell.com
      Bei mir hier im Jura habe ich von einer derartigen Änderung noch nichts gehört.
      Allerdings gab es auch eine "Zollfreigrenze" von 62,50 noch nie, sondern es ist eine Abgabenfreigrenze.
      Wenn die Schweizer Mehrwertsteuer weniger als 5,- SFR beträgt, werden keine Zoll- und Mehrwertsteuerbeträge erhoben.
      Praktisch waren und sind dies die berühmten 62,- SFR.
      Die Post kann aber auch immer "verdächtige" Päckchen kontrollieren und dann muss man auch Gebühren bezahlen.
      Nachlesen kann man das hier:post.ch/de/privat/themen-a-z/v…50376B65F_FAQ_collapsible
      Liebe Grüsse aus dem schönen Jura!

      @Sennenquoell
      Ich habe das Merkblatt zum Bundesgesetz über die Mwst jetzt sicher drei mal durchgelesen, aber ich finde nichts dass Ausländische Firmen betrifft. Das betrifft nach wie vor Firmen im Inland die halt auch für Tätigkeiten im Ausland Mwst zahlen müssen. Ich kann nichts entdecken wonach Firmen im EU Raum sogar für die Schweiz Mwst einziehen müssen, wo soll das stehen? und wie soll das gehen?
      Zudem läuft die Referendumsfrist des neune Bundesgesetzes erst am 19.1.2017 ab, Denke mal das hat mit der angesprochenen Aufhebung der Abgabenfreigrenze gar nichts zu tun, falls es die überhaupt gibt.
      Lasse mich aber gerne eines besseren Belehren falls ich mich irre...

      Übrigens sind sie an der Mwst. ständig am rum schrauben. Mal ist die Beitragsgrenze auf 100'000,- dann auf 75'000,- und dann seit ein paar Jahren wieder auf 100'000,-. Auch an den Pauschalsätzen sind sie ständig am rum drehen. Ich hab praktisch jedes zweite Jahr wieder einen anderen Steuersatz den ich zahlen muss und darf dann wieder die Buchhaltung umstellen.
      Dampfende Grüsse
      Andy


      Der Kern des Problems ist meines Erachtens, die durch die Pharmaindustrie finanzierte und dirigierte WHO

      Zitat von Prof. Dr. Bernd Mayer
      @Andy

      Nach unserem Verständnis kann aus Art. 7 Abs. 1 lit. b des neuen MWStG der Schluss gezogen werden, dass gewisse ausländische Unternehmen (nämlich solche, die mit zahlreichen Lieferungen von geringfügigem Wert einen Umsatz von CHF 100'000 erzielen) die CH-MWSt erheben müssen; damit schliesst man eine Lücke, von der grosse ausländische Online-Händler wie Amazon bisher profitiert haben. Wie das umgesetzt werden soll, ist uns ehrlich gesagt auch schleierhaft. Der zentrale Punkt in unserem Artikel war allerdings ein anderer, nämlich dass sich an der (Abgabe-)Freigrenze von CHF 62 (CHF 5 MwSt) für die meisten ausländischen Shops - und somit auch für deren Kunden - durch die Gesetzesrevision gar nichts ändert.
      Sennenquöll Online Store | sennenquoell.com
      Hoi zämme

      hab auch Philgood's Video gesehen und bin beim Nachforschen auf diese Diskussion gestossen.
      ich bestelle häufig Zeugs in China und wenn die "Wertfreigrenze" von 62.- wirklich fällt ist das ein kleiner Skandal!

      Hier ein Beispiel für eine Lieferung von 10.- aus China

      Warenwert
      10.00
      Besichtigung/Lagerung/Wertabklärung
      13.00
      Grundpreis Verzollung Zone 2
      16.00
      Zuschlag 3% des Warenwerts
      0.30
      Summe
      39.30
      Einfuhrsteuer (8% Summe)
      3.14
      Steuer + Gebühren zu bezahlen
      42.44

      also bezahle ich das 4fache des Warenwertes für Gebühren+Steuern, das kann doch nicht wirklich sein, oder?

      hoffe ich habe das alles richtig verstanden/berechnet
      @Sennenquoell
      Ah, jetzt sehe ich was du/ihr meint. Das ist aber glaub mehr ein "dürfen" als ein "müssen". Damit Firmen wie zB. eben Amazone,als Dienstleistung am Kunden ihre Produkte gleich fertig verzollt und mit entrichteter Mwst an den Endkunden ausliefern können. Der Kunde bezahlt dann gleich alles auf einmal, was den Einkauf ja vereinfacht. Zudem wird damit dem Postzoll ja Arbeit abgenommen und auch dort vereinfacht.
      "Dürfen" deswegen, weil die Ausländische Firma sich dies ja erst mal vom ESTV bewilligen lassen muss und mindestens ein Umsatz von 100'000.- CHF erreichen muss. So zumindest deute ich das.

      3 Bei der
      Lieferung eines Gegenstands vom Ausland ins Inland gilt der Ort
      der Lieferung als im Inland gelegen, sofern der
      Leistungserbringer oder die Leistungserbringerin: a.über eine
      Bewilligung der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) ver-fügt,
      die Einfuhr im eigenen Namen vorzunehmen (Unterstellungserklärung),
      und im Zeitpunkt der Einfuhr nicht darauf verzichtet; oder b. mit
      Gegenständen, die nach Artikel 53 Absatz 1 Buchstabe a aufgrund
      des geringfügigen Steuerbetrags von der Einfuhrsteuer befreit sind,
      Lieferungen nach Absatz1 Buchstabeb des vorliegenden Artikels
      erbringt und darausmindestens einen Umsatz von 100000 Franken pro Jahr
      erzielt


      Der zentrale Punkt in unserem Artikel war allerdings ein anderer, nämlich dass sich an der (Abgabe-)Freigrenze von CHF 62 (CHF 5 MwSt) für die meisten ausländischen Shops - und somit auch für deren Kunden - durch die Gesetzesrevision gar nichts ändert.


      Sehe ich auch so.

      Dampfende Grüsse
      Andy


      Der Kern des Problems ist meines Erachtens, die durch die Pharmaindustrie finanzierte und dirigierte WHO

      Zitat von Prof. Dr. Bernd Mayer