[DE] Ab 1.04.2016 Einführung Alterverifizierung für e-ZIgi Online-Shops - was bedeutet das für uns aus der Schweiz?

      [DE] Ab 1.04.2016 Einführung Alterverifizierung für e-ZIgi Online-Shops - was bedeutet das für uns aus der Schweiz?

      Das habt Ihr ja bestimmt mitbekommen, das Jugendschutzgesetz greift ab 1.4.16 für alle e-cigs und Liquids in Deutschland, on- wie offline natürlich. Die deutschen Händler sind verpflichtet ihre Shopsoftware daraufhin zu ändern, zweifache Perso-Identifikation durchzuführen und die Ware wird z.B. per DHL nur gegen Vorweisen einer ID übergeben etc.etc.

      Manche online Shops haben schon aus diesem Grund dichtgemacht, mit der Begründung, diesen Aufwand nicht leisten zu können und/oder dem Kunden höhere Preise (v.a. Porto) zu verlangen etc.

      Ich versuche mich jetzt überall schlau zu machen, wie das nun bei ausländischen Kunden, die in DE online "poschten" aussehen wird. Bisher konnte mir keiner dazu eine Antwort geben, es hiess: man arbeitet daran, hmmm okeee. Das wundert mich jetzt ein wenig, denn man hatte ja genug Zeit über all diese Fragen Infos zu holen, aber gut, gibt vielleicht nicht genügend ausl. Kunden...

      Vielleicht kann mir hier Jemand darüber Auskunft geben, wie wir ab 1.04.16 als Schweizer einkaufen können bei DE Online-Shops. Wie soll da diese ganze Altersverifikation etc. vor sich gehen?
      Glückliche Dampferin seit 2008
      Was mich diesbezüglich auch interessieren würde:
      Ich lass meine Pakete zu meinen Grosseltern schicken. Auf der Anschrift ist jedoch mein Name (steht auch so am Briefkasten). In Empfang genommen wird es jedoch entweder von meinen Grosseltern oder vom Laden nebenan (wenn sie nicht zuhause sind).

      Wie soll da die Altersverifikation sichergestellt bzw. abgewickelt werden?!? ?(
      gendschutzgesetz greift ab 1.4.16

      Es ist gültig, sobald es im Bundesgesetzblatt erschienen ist. Das kann möglicherweise auch früher sein.

      Manche online Shops haben schon aus diesem Grund dichtgemacht

      Das ist verwunderlich, denn der VdeH saß ja wohl mit am Verhandlungstisch und meinte, dass dies kaum finanzieller Aufwand wäre. Stand so in der Begründung zum Gesetzentwurf.

      Ich versuche mich jetzt überall schlau zu machen, wie das nun bei ausländischen Kunden, die in DE online "poschten" aussehen wird

      Finde ich eine hochinteressante Frage. Ich wüßte nicht, dass Händler in Deutschland Jugendliche im Ausland wohnend zu schützen hätte.
      Ketzerisch: im Gegenteil, so lange der Händler sein Geld bekommt, hat er eigentlich kein Recht, mehr Daten als nötig zu erfragen.

      Tut mir leid, dass ich keine fundierten Hinweise habe.
      Es gibt verschiedenste Shops (Kleider, Schuhe, Elektronik, etc.) die bereits schon so umgestellt sind. Das ganze läuft dann so ab.

      Eigenhändige Übergabe: Der Empfänger muss persönlich anwesend sein, um die Lieferung entgegenzunehmen. Dabei werden Identität und Volljährigkeit des Empfängers überprüft. Hierzu ist die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses notwendig. Die Vorlage eines Führerscheins ist zur Aushändigung der Sendung nicht ausreichend. In Deutschland lebende EU-Ausländer verwenden bitte den in ihrem Herkunftsland ausgestellten, gültigen Personalausweis/Reisepass, Staatsangehörige von Nicht-EU-Ländern benötigen ihren gültigen Reisepass. Eine Lieferung an Postfach- und Packstation-Adressen sowie an Abholstationen (z. B. Paketshops) ist für diese Sendungen nicht möglich. Exakte Eingabe Ihres Namens wie auf Ihrem Ausweis/Reisepass: Der Name auf dem Ausweisdokument des Empfängers der Bestellung muss dem in der Lieferadresse hinterlegten Namen exakt entsprechen. Bitte geben Sie daher unbedingt den Namen des Empfängers genauso an, wie er in dessen Ausweis aufgeführt ist (auch weitere Vornamen!).
      Herzliche Grüsse vom Bodensee
      Marc
      Danke Marcsz. Was ich jedoch noch anmerken möchte ist auch folgendes.

      Das ganze weitet sich dann aus. Viele Shops aus dem In- und Ausland befinden sich auch auf Ebay, Amazone, etc. Das ganze könnte sich dann soweit ausweiten, dass viele Artikel nur noch über solche Plattformen dem Kunden angeboten werden. Sei es hardware, oder Liquid.
      Da ich selbst Unternehmer bin, weiss ich wie sich solche Einschnitte und Vorgaben in einer Firma Niederschlagen. Grad aus dem nicht EU Raum wird es sehr schwierig dies zu Verifizieren. Unser Datenschutz verbietet es, sich direkt mit der ADM Seite zu verbinden um Personendaten abzurufen. Schlussendlich jedoch wird es dem Shopbetreiber egal sein, wenn er in nicht EU Länder liefert, da er das ja eh nie kontrollieren kann.
      Herzliche Grüsse vom Bodensee
      Marc
      Alsoooo - bin leider nicht weiter fündig geworden, d.h. keiner weiss Bescheid :( aaaber eine neue Info bekommen: Alle deutschen Shops, die mit DHL versenden und denen die Verantwortung der Alterskontrolle übergeben, werden demnach nicht mehr an Paketzentren/Paketstationen liefern. Denn DHL muss den Empfänger antreffen, der sich ausweisen kann, was in den Paketzentren (wie LAS-Burg z.B.) nicht mehr möglich ist.
      @marcsz in Deinen Fall würde ich auch den Namen ändern, also die deiner Grosseltern nehmen, z.B.

      Aber was machen die anderen??? Ich z.B. oder auch die deutschen Kunden, die bisher an solche Zentren haben liefern lassen ?

      Hier ein Beispiel-Shop, der das so eingeführt hat
      mcdampfer.com/
      Glückliche Dampferin seit 2008
      Hier verstehe ich aber fast nur Bahnhof. ?(

      Habe doch gerade eine Sendung aus DE via DHL bekommen. Wenn ich nicht da bin, landet die Meldung im Briefkasten, dass ich das Paket abholen kann bei einer bestimmten DHL Ausgabestelle. Da muss ich doch sowieso den Ausweis zeigen, sonst wird es mir nicht ausgehändigt. Somit ist doch mein Alter geklärt oder?
      Wie das nun wirklich ab 1.4.16 bei den deutschen Shops mit dieser doppelten also Zweistufen-Altersverifizierungssystem in der Praxis ausschaut, und nur darum gehts, werden wir ja sehen.
      Natürlich kommen jetzt noch Pakete an, ob zu Hause oder dann halt mit Abholungsschein bei der Post mit Ausweiskontrolle, das ist doch gar nicht das Problem, sondern, ob wir aus der Schweiz
      1. überhaupt ab 1.4.16 in dt. Shops weiterhin bestellen können, und wie wir uns neu registrieren können, da man wie bisher als "Gast" gar nicht mehr bestellen wird können und sich auch jeder bisher registrierte Kunde, neu registrieren muss. Es muss ja schon bei der Registrierung eine professionelle Altersverifikation durchgeführt werden seitens Shop.
      2. wenn wir etwas an unsere deutsche LAS-Burg Paketstation bestellen wollen, und die Shops gar nicht mehr an solche Paketstationen liefern, wie das schon einige handhaben.

      Ich mach mir halt jetzt schon Gedanken, das ist alles. Ich dachte auch, hier wäre vielleicht ein deutscher Shop vertreten, der insbesondere uns Schweizer Dampfern Auskunft geben könnte. In den anderen einschlägigen Foren, mit vornehmlich deutschen Shops, konnte mir keiner was sagen.
      Glückliche Dampferin seit 2008
      Also, ich habe letzte Woche bei einem Deutschen Shop etwas bestellt. Der Versand erfolgt mit DHL. Die übergeben das Paket an der Grenze an die Schweizerische Post, somit ist glaube ich die Problematik der Zustellung gelöst. Die Post schmeisst ja bei nicht Anwesenheit des Empfängers einen Abholzettel in den Briefkasten und man muss unterschreiben wenn man das Paket abholt. Oder ist das zu einfach gedacht?
      Möglich, bin kein Rechtsexperte.
      Nach gesundem Menschenverstand geht es ja darum, dass der deutsche Staat vorschreibt, dass Nikotinliquids nur an deutsche Kunden verkauft werden dürfen, nachdem eine Altersprüfung durchgeführt wurde. Er kann ja nicht über die Rechte/Pflichten des Kunden in einem anderen Land bestimmen.
      Unsere Pharmariesen produzieren hier auch Medikamente, welche in der Schweiz gar nicht zugelassen sind und verkaufen die in die ganze Welt.
      Ich glaube die Rechtsexperten könnten es auch nicht besser :thumbsup:

      Für mich macht das aber wenig Sinn. Der deutsche Staat schreibt vor dass Nikotinliquids nur an Kunden verkauft werden darf die Volljährig sind. Also nicht explizit "deutsche" Kunden. Auch als Schweizer, der in DE leben würde wäre ich betroffen. Zum anderen müssten die Shops ja über jedes Land im Bilde sein wie die aktuellen gesetzlichen Vorschriften da gerade genau sind. Braucht er aber nicht, da er sich nur an deutsches Recht halten muss, das besagt: E-Zigis und Zubehör nur gegen Altersprüfung.

      Oder anderse Beispiel, das Verkaufsverbot für Nikotin-Liquids der CH-Händler. Das gilt ja unabhängig davon wer die kaufen möchte. Der CH-Händler darf die auch nicht ins Ausland verkaufen nur weil das dort erlaubt wäre.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „manson“ ()

      Ich vermute, dass da noch ein ganz anderes Problem auf uns Schweizer zukommen könnte. Hier mal die minimalen Richtlinien gemäss TPD2:
      Note: Auch wenn Tabakerzeugnisse steht, zählen unsere Dampfen genau so dazu. Siehe auch: Artikel 20, (6):
      Artikel 18 der vorliegenden Richtlinie findet auf den grenzüberschreitenden Verkauf von elektronischen Zigaretten und Nachfüllbehältern im Fernabsatz Anwendung.
      TPD2 - Artikel 18
      Grenzüberschreitender Verkauf von Tabakerzeugnissen im Fernabsatz

      (1) Die Mitgliedstaaten können den grenzüberschreitenden Verkauf von Tabakerzeugnissen im Fernabsatz an Verbraucher verbieten. Die Mitgliedstaaten arbeiten zusammen, um diese Art von Verkauf zu verhindern. Verkaufsstellen, die Tabakerzeugnisse im grenzüberschreitenden Fernabsatz verkaufen, dürfen diese Produkte nicht an Verbraucher in Mitgliedstaaten liefern, in denen diese Art von Verkauf verboten worden ist. Die Mitgliedstaaten, in denen diese Art von Verkauf nicht verboten ist, verpflichten Verkaufsstellen, die grenzüberschreitenden Fernabsatz an Verbraucher in der Union betreiben möchten, sich bei den zuständigen Behörden in dem Mitgliedstaat registrieren zu lassen, in dem die Verkaufsstelle niedergelassen ist, sowie in dem Mitgliedstaat, in dem sich die tatsächlichen oder potenziellen Verbraucher befinden. Verkaufsstellen, die außerhalb der Union niedergelassen sind, müssen sich bei den zuständigen Behörden in dem Mitgliedstaat registrieren lassen, in dem sich der tatsächliche oder potenzielle Verbraucher befindet. Alle Verkaufsstellen, die grenzüberschreitenden Fernabsatz betreiben wollen, legen den zuständigen Behörden bei der Registrierung zumindest folgende Informationen vor:
      a) Name oder Firma und ständige Adresse des Ortes der Geschäftstätigkeit, von dem aus die Tabakerzeugnisse geliefert werden;
      b) das Anfangsdatum der Tätigkeit des Anbietens von Tabakerzeugnissen im grenzüberschreitenden Fernabsatz für Verbraucher mit Hilfe von Dienstleistungen der Informationsgesellschaft im Sinne von Artikel 1 Nummer 2 der Richtlinie 98/34/EG;
      c) die Adresse der hierzu genutzten Website oder Websites und alle sachdienlichen, für die Identifizierung der Website oder Websites notwendigen Informationen.

      (2) Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten stellen sicher, dass die Verbraucher Zugang zu der Liste aller bei ihnen registrierten Verkaufsstellen haben. Wenn sie die Liste verfügbar machen, stellen die Mitgliedstaaten sicher, dass die Bestimmungen und Vorkehrungen gemäß der Richtlinie 95/46/EG berücksichtigt werden. Verkaufsstellen dürfen mit dem Inverkehrbringen von Tabakerzeugnissen im grenzüberschreitenden Fernabsatz erst beginnen, wenn sie die Bestätigung
      der Registrierung bei der zuständigen Behörde erhalten haben.


      (3) Die Mitgliedstaaten, in die Tabakerzeugnisse im grenzüberschreitenden Fernabsatz verkauft werden, dürfen bestimmen, dass die liefernde Verkaufsstelle eine natürliche Person benennt, die dafür verantwortlich ist, die Tabakerzeugnisse, bevor sie den Verbraucher erreichen, auf deren Übereinstimmung mit den nationalen Vorschriften zu kontrollieren, die nach dieser Richtlinie im Bestimmungsmitgliedstaat erlassen worden sind, wenn eine solche Kontrolle notwendig ist, um die Einhaltung und die Durchsetzung der Vorschriften zu erleichtern.

      (4) Verkaufsstellen, die grenzüberschreitenden Fernabsatz betreiben, müssen ein Altersüberprüfungssystem betreiben, das beim Verkauf kontrolliert, ob der bestellende Verbraucher das im Bestimmungsmitgliedstaat nach nationalem Recht vorgeschriebene Mindestalter hat. Die Verkaufsstelle oder die nach Absatz 3 benannte natürliche Person stellt den zuständigen Behörden jenes Mitgliedstaats eine Beschreibung der Einzelheiten und der Funktionsweise des Altersüberprüfungssystems bereit.

      (5) Verkaufsstellen verarbeiten personenbezogene Daten des Verbrauchers nur im Einklang mit der Richtlinie 95/46/EG; dem Hersteller von Tabakerzeugnissen, den zur selben Unternehmensgruppe gehörenden Unternehmen oder sonstigen Dritten dürfen diese Daten nicht bekanntgegeben werden. Personenbezogene Daten dürfen nicht für andere Zwecke als den jeweiligen Verkauf verwendet oder weitergegeben werden. Dies gilt auch dann, wenn die Verkaufsstelle zu einem Hersteller von Tabakerzeugnissen gehört.


      Ich weiss nicht, wie das in der aktuellen Fassung der Implementation in Deutschland aussieht. Aber grundsätzlich könnten sie relativ einfach bestimmen, dass ein Fernabsatz nicht mehr erlaubt ist. Damit wäre jeglicher Export vorbei. Die Altersprüfung beim Fernabsatz muss also auch auf das landesspezifische Recht des ENDKUNDEN hin überprüft werden. In dem obigen Text werden jedoch nur Mitgliedstaaten erwähnt. Wie das beim Export in die Schweiz aussieht, ist vermutlich behördlicher Willkür ausgesetzt, da es keine Bestimmung gibt... :S
      Signaturen sind überbewertet...